Druck am Arbeitsplatz #26
Mit diesen Tipps sofort Stress abbauen

Druck auf der Arbeit kennt nahezu jeder! Während die einen damit zumindest augenscheinlich ganz gut umgehen können, geraten die anderen in einen so extremen Zustand der Überforderung, dass sie nicht mehr leistungsfähig sind. 

Das Arbeiten unter Druck lässt sich zumindest zu einem Teil wunderbar erlernen! Wenn Sie bislang also zu denjenigen gehört haben, bei denen zu viel Druck am Arbeitsplatz regelrecht zu einer Überforderung geführt hat, dann merken Sie sich diese Tipps!

Arbeiten unter Druck: Was löst den Druck aus?

In absolut jedem Job gibt es hin und wieder stressige Phasen und Situationen. Wichtig: dies ist nicht zu verwechseln mit dauerhaften Stressoren am Arbeitsplatz! Sollten Sie sich auf der Arbeit dauerhaft gestresst fühlen, so sollten Sie sich unbedingt auf die Suche nach den Ursachen machen und ggf. auch das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten suchen. Dauerhafter Stress auf der Arbeit kann krank machen und übermäßiger Leistungsdruck sollte keinesfalls an der Tagesordnung stehen.

Stressige Situationen und Druck am Arbeitsplatz entstehen aber auch in einer sonst entspannten Arbeitsatmosphäre. So hat nahezu jeder Arbeitnehmer schon mal die Erfahrung gemacht, unter Druck zu geraten, auch wenn er sich sonst in seinem Unternehmen sehr wohlfühlt. Gründe, die einen solchen außerordentlichen Druck am Arbeitsplatz auslösen können, sind:

1. Zeitdruck

Ein wesentlicher Stressfaktor ist natürlich der zeitliche Druck, welcher durch ganz unterschiedliche Situationen entstehen kann. Wenn die Auftragslage im Unternehmen beispielsweise besonders hoch ist oder sich viele Kollegen krankgemeldet haben, kann es sein, dass Sie einige zusätzliche Aufgaben erledigen müssen. Viele befürchten dann, dass die Zeit nicht reicht, um alles rechtzeitig zu erledigen.

2. Verantwortung

Ein weiterer Auslöser von Druck am Arbeitsplatz kann auch die Verantwortung bei einer bestimmten Aufgabe sein. Gerade Führungskräfte stehen häufig unter Druck, da sie eine große Verantwortung haben. Doch auch Mitarbeiter, die beispielsweise einen wichtigen Kunden betreuen, fühlen sich aufgrund der Wichtigkeit der Situation unter Druck gesetzt und gestresst.

3. Ängste

Nicht zuletzt spielen auch Ängste, und zwar insbesondere die sogenannten „Versagensängste“ eine große Rolle. Denn schließlich möchte man weder seinen Chef, noch die Kollegen oder sich selbst enttäuschen. So möchten es auch die meisten Arbeitnehmer nicht zugeben, wenn sie einer Aufgabe nicht gewachsen sind, was den Druck noch mehr erhöht.

12 Tipps beim Arbeiten unter Druck

Nicht alle Menschen geraten durch die genannten Auslöser unter Druck. Es gibt sogar einige Menschen, die glauben, nur unter Druck arbeiten zu können. Dies ist jedoch häufig das Ergebnis von Prokrastination, also das extreme Aufschieben von Aufgaben. 

Des Weiteren hat das eigene Stressempfinden eine große Bedeutung in dieser Thematik. Während die einen unter Stress ein Leistungstief haben, schalten die anderen gerade in solchen Situationen oft auf Höchstleistung. Dabei handelt es sich meistens um Mitarbeiter, die in ihrem Arbeitsalltag häufig unterfordert sind, weshalb ihnen eine solche Stresssituation nach eigenem Empfinden hin und wieder guttut. 

Irgendwann ist jedoch auch bei diesen Menschen die Belastungsgrenze erreicht, sodass auch sie dann nicht mehr leistungsfähig sind. 

Die folgenden 12 Tipps helfen Ihnen dabei, den richtigen Umgang mit solchen Situationen zu erlernen.

6 Tipps für die Arbeitsorganisation

1. Erledigen Sie eine Aufgabe nach der anderen und vermeiden Sie Multitasking

Gerade in einer stressigen Situation gilt es, zunächst einmal Ruhe zu bewahren und sich eine Aufgabe nach der anderen vorzunehmen. Vermeiden Sie Multitasking und gehen Sie lieber einen Schritt nach dem anderen. Dadurch vermeiden Sie Fehler, wodurch Sie am Ende schneller fertig sind.

2. Setzen Sie Prioritäten und erstellen Sie sich eine To-Do-Liste

Ein weiterer wichtiger Tipp ist, immer nach einem Plan zu arbeiten. Setzen Sie Prioritäten und erstellen Sie sich eine gut strukturierte To-Do-Liste. Dies hilft nicht nur dabei, den Überblick zu behalten, sondern steigert auch die Motivation, denn: Jedes Mal, wenn Sie etwas von Ihrer To-Do-Liste streichen, haben Sie ein kleines Erfolgserlebnis, was Ihnen neue Energie für die darauf folgenden Aufgaben gibt.

3. Delegieren Sie Aufgaben

Versuchen Sie – sofern es möglich ist – Aufgaben zu delegieren. Prüfen Sie zunächst, ob jemand anderes für diese Aufgabe besser geeignet ist oder freie Kapazitäten hat. Das mindert den Druck sehr effektiv, da die Liste an Aufgaben kleiner wird. Scheuen Sie sich also nicht, Ihre Kollegen um Hilfe zu bitten.

4. Vermeiden Sie Perfektionismus

Des Weiteren sollten Sie gerade in stressigen Situationen Perfektionismus vermeiden. Der Druck ist aufgrund von engen Deadlines oder durch äußere Faktoren häufig schon groß genug, sodass Sie diesen nicht noch von innen verstärken sollten. Genau das tun Sie allerdings, sofern Sie den Anspruch haben, jede Aufgabe „perfekt“ erledigen zu wollen. 

5. Machen Sie regelmäßige Pausen

Der größte Fehler in einer stressigen Situation ist, auf Pausen zu verzichten und den gesamten Tag durchzuarbeiten. Hier herrscht leider der Irrtum, dass man mit dieser Methode Zeit sparen und somit mehr schaffen könnte. Das Gegenteil ist jedoch der Fall! Durch regelmäßige Pausen gönnen Sie Ihrem Körper die Regeneration, die er benötigt, um den gesamten Tag über leistungsfähig zu sein. Die Zeit, welche Sie für die Pause aufwenden, holen Sie danach locker wieder rein, da Sie nach einer Pause wesentlich schneller und konzentrierter arbeiten können und somit mehr schaffen.

6. Ziehen Sie sich zurück

Manchen Menschen hilft es auch, sich in stressigen Phasen kurz rauszunehmen und sich einen Moment von der Außenwelt abzuschotten. Dies bedeutet nicht, dass Sie nicht gesellig sind oder die Kommunikation mit Ihren Kollegen grundsätzlich vermeiden sollten. 

Hin und wieder benötigen wir jedoch einfach mal einen Moment für uns, um uns wieder zu sammeln und unsere Konzentration zu erhöhen. Versuchen Sie es beispielsweise mit Antischall-Kopfhörern (sogenanntes noise cancelling), sofern Sie in einem eher lauten Arbeitsumfeld wie beispielsweise einem Großraumbüro arbeiten. 

Geben Sie gerne auch Ihren Kollegen Bescheid und erklären Sie, dass Sie in den nächsten Stunden nicht gestört werden möchten, um in Ruhe einige wichtige Aufgaben abzuarbeiten. Mit dieser Erklärung wird Ihnen niemand böse sein.

6 Tipps für die innere Entspannung

1. Atmen Sie tief durch

Eine sehr einfache Methode, um sich kurz zu sammeln und dem Druck anschließend besser standhalten zu können, ist eine einfache Atemtechnik. Halten Sie zunächst inne, atmen Sie tief durch und kommen Sie für einen Moment zur Ruhe. Hier reichen bereits wenige Minuten aus, um innere Ruhe zu erschaffen und die Leistungsfähigkeit anschließend wieder hochzufahren.

2. Berufen Sie sich auf Ihre bisherigen Erfolge

Machen Sie sich bewusst, welche Erfolge Sie schon erzielt haben. Denn sehr wahrscheinlich ist dies nicht die erste stressige Situation am Arbeitsplatz, die Sie erleben. Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein und denken Sie daran, wie Sie frühere Aufgaben gemeistert haben. Dies gibt Ihnen Mut für neue Herausforderungen.

3. Tauschen Sie die Angst gegen Motivation

Ängste sind in allen Lebenslagen ein eher schlechter Ratgeber. Je größer der Druck ist, desto größer wird bei vielen Arbeitnehmern auch die Angst, einen Fehler zu begehen. Durch diese innere Einstellung erhöht sich der Druck jedoch noch weiter und die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich Fehler zu machen, wird ebenfalls weiter erhöht. Sehen Sie die Aufgabe deshalb lieber als eine Herausforderung an, der Sie mit Motivation begegnen können. So kann eine stressige Situation schnell zu einer Chance werden, die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

4. Etablieren Sie feste Routinen in Ihrem Alltag

Routinen helfen uns dabei, den Tagesablauf zu strukturieren und geben innere Sicherheit. Ganz egal, ob es sich dabei um bestimmte Morgenrituale oder einen geregelten Tagesablauf handelt – je geregelter und strukturierter Ihr gesamter Tagesablauf ist, desto weniger lassen Sie sich aus der Ruhe bringen.

5. Nutzen Sie Tools, um den Stress zu reduzieren 

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Tools, die dabei helfen, Stress abzubauen. Eines davon ist beispielsweise der sogenannte „Stressball“. Dabei handelt es sich um einen flexiblen Gummiball, den Sie nach Lust und Laune drücken und quetschen können. Häufig hilft ein solcher Ball nicht nur dabei, den Stress abzubauen, sondern erhöht auch die Konzentration.

6. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung

Nicht zuletzt spielt natürlich auch die Ernährung eine zentrale Rolle beim Umgang mit Stress. Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen und vermeiden Sie schwere Speisen in der Mittagspause. Greifen Sie zudem so häufig wie möglich auf gesundes „Brainfood“ wie Nüsse oder Obst zurück. Solche Snacks helfen nachweislich dabei, die kognitive Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es eine große Anzahl an Tipps und Möglichkeiten gibt, mit stressigen Situationen am Arbeitsplatz besser umzugehen. Neben den genannten Tipps für Akutsituationen, hilft es im Umgang mit solchen Situationen auch, das allgemeine Stresslevel zu senken und somit gleichzeitig auch das Wohlbefinden zu erhöhen. Achten Sie deshalb auch in Ihrer Freizeit darauf, sich selber öfters mal etwas Gutes zu tun und ausreichend zu regenerieren, denn: Wer sich ausreichend Ruhezeiten gönnt und seine Batterien regelmäßig wieder auflädt, der ist auch stressigen Situationen am Arbeitsplatz besser gewachsen.

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