Kreativität steigern #11
Zehn Kreativitätstechniken

Wer regelmäßig neue Inhalte liefern möchte, der benötigt auch regelmäßig eine gute Portion Kreativität. Kreativität wird jedoch nicht nur im künstlerischen Bereich gebraucht. Für fast alles in der Content-Produktion ist ein gewisses Maß an Einfallsreichtum erforderlich. Nicht zuletzt wird Kreativität natürlich auch in anderen Lebensbereichen gebraucht. Welche 10 Kreativitätstechniken die besten sind, wie man sie anwendet und wie man Kreativität durch Spazierengehen und Bewegung fördern kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

10 Kreativitätstechniken und wie man sie anwendet

Na, waren Sie heute schon kreativ? Manchen Menschen scheint Kreativität ja angeboren zu sein. Aber anstatt neidisch auf kreative Menschen zu schauen, helfen wir Ihnen heute mit den folgenden 10 Techniken, Ihrer Kreativität auf die Sprünge:

1. Brainstorming

Beim Brainstormen geht es darum, alle Ideen und Gedanken, die Ihnen zu einem bestimmten Thema in den Sinn kommen, sofort niederzuschreiben. Das bedeutet, dass Sie die Ideen nicht bewerten und keinen Gedanken ausschließen. Auch wenn die Idee noch so unpassend, unplausibel oder nicht durchführbar erscheint, schreiben Sie sie auf. Der Vorteil beim Brainstormen ist, dass zahlreiche Ideen zustande kommen, die im Nachhinein dann ausgearbeitet werden können. Auch aus manchmal scheinbar unsinnigen Ideen kann im Nachhinein ein fabelhafter und auch umsetzbarer Einfall entstehen.

2. Mind Maps

Mind Maps helfen nicht nur dabei, kreative Ideen zu entfalten, sondern geben diesen zugleich auch bereits eine grobe Struktur. Mithilfe von sogenannten Mind Maps können Verbindungen zwischen verschiedenen Ideen und Ansätzen hergestellt werden. Somit bauen Sie gleich ein eigenes System auf, das wiederum die Basis für neue Ideenfindung bildet. Wichtig ist, dass Sie sich dabei auf Stichpunkte oder Schlagwörter beschränken, da eine Mind Map stets übersichtlich sein sollte. Detaillierte Beschreibungen der einzelnen Ideen können Sie dann im Nachhinein vornehmen.

3. ABC-Methode

Eine weitere Kreativitätstechnik, mit der zahlreiche Ideen zustande kommen können, ist die sogenannte ABC-Methode. Bei dieser Technik schreiben Sie alle Buchstaben des Alphabets vertikal untereinander auf ein leeres Blatt Papier. Die Aufgabe besteht nun darin, zu jedem Buchstaben eine Idee zu finden. Mit dieser Technik wird Ihr Gehirn gezwungen, in neuen Bahnen zu denken, was neuartige Gedankenprozesse anstößt.

4. Walt-Disney-Methode

Bei der Walt-Disney-Methode werden drei verschiedene Rollen eingenommen: der Träumer, der Realist und der Kritiker. Der Träumer darf alle Ideen entstehen lassen, und zwar ganz egal, ob diese Ideen realistisch und umsetzbar sind oder nicht. Der Realist prüft diese Ideen dann auf die Umsetzbarkeit. Die Aussagen des Realisten werden dann im Nachhinein vom Kritiker hinterfragt. So kann eine Idee mit all ihren Facetten ausgearbeitet werden, ohne die Kreativität einzuschränken.

5. Pinnwände

Auch Pinnwände eignen sich sehr gut, um kreative Ideen zusammenzubringen. Egal, ob alleine oder in einer großen Gruppe: Hier werden alle möglichen Einfälle an eine Pinnwand gepinnt, die später noch sortiert werden können. Diese Methode funktioniert auf einem sogenannten Whiteboard, auf dem einzelne Zettel mithilfe von Magneten angebracht und nach Belieben sortiert und verschoben werden können.

6. Farben assoziieren

Farben können ebenfalls dabei helfen, neue Einfälle zu generieren. Dabei gehen Sie alle Farben, die Sie kennen durch und überlegen bei jeder einzelnen Farbe, was Ihnen in Bezug auf die entsprechende Thematik zu dieser Farbe einfällt. Somit werden auch gleich verschiedene Stimmungen erzeugt, welche die Ideenvielfalt noch weiter fördern.

7. Die Kopfstandmethode

Keine Sorge – bei dieser Methode müssen Sie keinen Kopfstand machen! Hier geht es darum, die Fragestellung einmal aus der entgegengesetzten Richtung zu betrachten. Lautet die Fragestellung beispielsweise: „Wie können wir mehr neue Kunden anlocken?“, dann würde man sich bei dieser Methode die Frage stellen: „Wie können wir dafür sorgen, dass uns kein Kunde findet?“ Wenn Sie es schaffen, kreative Antworten auf die gegenteilige Frage zu finden, dann ergeben sich auch Lösungen für die eigentliche Frage.

8. Was-wäre-wenn-Technik

Bei dieser Kreativitätstechnik arbeiten Sie ebenfalls mit einer bestimmten Fragestellung: hier fragen Sie sich: „Was wäre, wenn…“. Der darauf folgende Satz kann sich auf alle möglichen Gegebenheiten beziehen. Beispielsweise können Sie sich fragen, was wäre, wenn ein bestimmtes Problem plötzlich auftauchen würde. Damit etablieren Sie sofort neue Lösungen, die das Produkt auch ohne das erfundene Problem besser machen würden. Darüber hinaus können Sie sich beispielsweise auch fragen: „Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielen würde?“ So nehmen Sie einen in vielen Prozessen sehr präsenten und einschränkenden Parameter heraus, wodurch die Gedanken freier fließen können.

9. Die „Warum-Fragen-Reihe“

Erinnern Sie sich noch daran, als Sie das letzte Mal einem Kind begegnet sind, das als Antwort auf eine Frage ständig das Wort „Warum?“ äußerte? Genau dieses manchmal doch recht nervenaufreibende kindliche Frage-Muster kann Ihnen jetzt weiterhelfen. Stellen Sie sich nach einer gegebenen Antwort immer wieder die Frage: „Warum?“ Beginnen könnten Sie beispielsweise mit einer Aussage wie: „Das neue Produkt könnte den Markt revolutionieren“. Hier stellen Sie anschließend die Frage „Warum?“ und versuchen eine Begründung dafür zu finden. Die Antwort auf diese Frage bildet dann die Grundlage für die nächste Warum-Frage usw. Mit dieser Kreativitätstechnik kommen Sie dem Kern Ihres Problems oder Ihrer Fragestellung immer näher.

10. Design-Technik

Nicht zuletzt ist auch die Design Technik eine beliebte Methode, die vor allem im Bereich des Marketings und des Projektmanagements Anwendung findet. Bei dieser Technik geht es darum, sich in den Kunden hineinzuversetzen und aus Sicht des Kunden zu denken. Voraussetzung dafür ist natürlich eine genaue Identifikation der entsprechenden Zielgruppe. Sollte es diese noch nicht geben, so wird diese spätestens für diese Technik genauer ausgearbeitet und liefert somit in mehrfacher Hinsicht große Vorteile. Ideen die mit dieser Kreativitätstechnik entstehen, erfüllen die Bedürfnisse des Kunden und ergeben gleichzeitig ein klares Bild bezüglich der möglichen Umsetzung.

Bewegung und Spazieren fördern Kreativität

Erfahrungsgemäß hilft Bewegung dabei, Kreativität zu fördern und gute Ideen entstehen zu lassen. Dabei reicht schon ein leichter Spaziergang an der frischen Luft aus. Diesen Effekt haben Wissenschaftler in mehreren Studien nachgewiesen. Der Schreibtisch ist hingegen der ungeeignetste Ort für Kreativität. Unser Gehirn verbindet diesen mit Stress, Druck und Arbeit, während an Orten der Entspannung wie beispielsweise unter der Dusche häufig die besten Ideen entstehen. Forscher erklären dies mit einer Zusammensetzung aus Entspannung und Zerstreutheit, welche die Gedanken im Kopf frei lässt.

Kreativitätstechniken: Kreativität nicht blockieren

Es gibt zahlreiche Wege, die Kreativität erfolgreich blockieren. Dazu zählen beispielsweise das Denken in festen Mustern, das Beibehalten von Traditionen, das stets realitätsnahe und zahlreichen Einschränkungen unterliegende Erarbeiten von Strategien sowie die Dramatisierung von möglichen Risiken.

All diese Strategien und Orientierungen blockieren Kreativität. Fragen danach, ob eine Idee umsetzbar ist, ob das Risiko vertretbar ist und wie die Erfolgsaussichten sind, gehören nicht in den Kreativitätsprozess. Blenden Sie diese Fragen aus und lassen Sie stattdessen Ihrer Fantasie freien Lauf.

Fazit

Es gibt also zahlreiche Kreativitätstechniken, die Ihnen dabei helfen können, neue Ideen zu entwickeln. Der wichtigste Grundsatz besteht jedoch darin, dass Sie sich vor allem frei von festen Denkmustern machen, um die Kreativität nicht zu blockieren. So können Sie mithilfe der vorgestellten Kreativitätstechniken regelmäßig neue Ideen entwickeln und ausarbeiten. So, und jetzt suchen Sie sich doch einfach die passenden Schuhe raus und gehen eine Runde in den Park. Bis zum nächsten Mal!

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