Naivität ablegen #13
So werden Sie taffer

Sie kaufen anderen alles ab, ohne zu hinterfragen? Sie sind leicht zu beeinflussen, glauben bis heute an die Zahnfee und vertrauen jedem blind? Dann kommt Ihnen der Satz: „Sei doch nicht immer so naiv“, sicher bekannt vor. Doch was genau bedeutet eigentlich Naivität. Ist es positiv oder negativ, kann man es ablegen und wenn ja, wie? In diesem Beitrag befassen wir uns mit dem Thema Naivität, woher sie kommen kann und wie Sie mithilfe von drei Tipps Ihre Naivität ablegen. 

Naivität und Ihre Ursachen

Woher kommt sie eigentlich, diese Naivität. Werden wir bereits mit ihr geboren? Wir sind der Sache mal auf den Grund gegangen und haben vier mögliche Ursachen für Sie herausgefunden.

  1. Wenig Erfahrung: Wenn wir im Erwachsenenalter noch sehr naiv sind, kann es zum einen daran liegen, dass wir bisher kaum, beziehungsweise noch keinerlei negative Erfahrungen gesammelt haben. Wachsen wir sehr behütet auf und bekommen bestimmte Werte vermittelt und vorgelebt, verinnerlichen wir diese als Kind. Erfahren wir nichts gegenteiliges, schließen wir daraus, dass alle Menschen genauso denken und diese Werte leben und bleiben somit naiv. Auch wenn wir uns immer in den gleichen Kreisen bewegen, bewahren wir uns unsere Naivität. 
  2. Bewusst entscheiden: Wie Sie eine Sache angehen oder in die neue Arbeitswoche starten, liegt ganz in Ihrer Hand. Sie entscheiden. Wenn wir unseren letzten Podcast „Der Montagmorgen“ betrachten, ist das auch eine Sache der Entscheidung. Sie können den Montagmorgen weiterhin schlecht machen oder aber versuchen den Montagmorgen mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und aus dem unangenehmen Montagmorgen ein Wochenstarthighlight machen. Auch wie wir unseren Mitmenschen gegenübertreten ist eine Entscheidung. Wir können grundsätzlich von jedem nur das schlechteste denken, um somit keine Enttäuschung zu erleben, uns damit jedoch mit einer negativen Grundhaltung einiges schwerer machen. Wenn wir in diesem Zusammenhang nun das Wort Naivität genauer beleuchten wünschen wir uns doch eigentlich nur Harmonie, wenig Widerstand und Enttäuschungen. Genauer gesagt täglich eine Prise Friede Freude Eierkuchen. 
  3. Anpacken: Auch wenn es Themen gibt, mit denen Sie sich ungern beschäftigen, da daraus folglich meist das eigene Handeln geändert werden muss, ist es wichtig sich damit zu befassen. Meiden wir diese Themen, sammeln wir keine Erfahrungen und bleiben auf dem gleichen (naiven) Wissensstand.
  4. Schwere Kindheit: Wenn wir eine schwere Kindheit hatten, die von Gewalt, Enttäuschungen, Krankheit oder anderen negativen Ereignissen geprägt worden ist, sind wir auf der einen Seite betreffend mancher Themen vielleicht etwas abgestumpft, entwickeln jedoch auf der anderen Seite mehr Misstrauen gegenüber unseren Mitmenschen, sowie eine negative Denkweise und Unsicherheit.

Wie Sie Naivität ablegen können – 3 Tipps

Mit dem Begriff Naivität verbinden wir gerne die Wörter „unschuldig“, „unbedarft“, „kindlich“, „leicht“. Also wieso wollen Sie diese ablegen? Klingt doch nach einer super Eigenschaft. Ja, das stimmt. Naivität ist bis zu einem gewissen Maß positiv, da wir Menschen Vertrauen schenken und Ihnen auch nur Gutes zutrauen. Bei manchen trifft dies auch zu aber nunmal nicht bei allen Menschen. Vertraut man einer falschen Person gewisse Dinge an, kann diese damit einen enormen Schaden anrichten ohne dass Sie davon Wind mitbekommen oder erst viel zu spät. 

Betrachten wir das ganze mal in der Arbeitswelt: Würden Sie als Arbeitgeber Ihrem neuen Mitarbeiter gleich am ersten Tag alles über Ihr Unternehmen und Ihre Finanzen erzählen? Wohl eher nicht oder? Der Mitarbeiter müsste sich erstmal Ihr Vertrauen verdienen. Wenn doch, würden Sie vermutlich einige Mitarbeiter als naiv und unprofessionell betiteln. 

Infolgedessen sind wir vermutlich alle der gleichen Meinung. Auffallend starke Naivität sollte man ablegen, aber wie?

1. Zuhören

Hören Sie Ihrem Gegenüber aufmerksam zu. Zum einen ist es höflich und Sie zeigen Interesse und nur so können Sie etwas über die Person erfahren. Was ist der Person gegenüber wichtig, was hat sie bisher erlebt, was sind die Ziele, über welche Eigenschaften verfügt sie? Wenn Sie ein paar Dinge über die Person wissen, wird es Ihnen leichter fallen diese richtig einzuschätzen und sie nicht mit durch die naive rosarote Brille zu sehen.

2. Beobachten

Sie sind nicht naiv, wenn Sie an das Gute im Menschen glauben, Sie sollten nur das Schlechte nicht ignorieren sondern Risiken realistisch einschätzen. Einer Person zuhören ist die eine Sache, Sie und ihr Handeln zu Beobachten die andere. Das Zuhören ist wichtig, aber setzt die Person das gesagte auch in die Tat um oder hat sie nur eine große Klappe und da ist nichts dahinter? 

3. Erfahrungen Machen

Erfahrungen sind wichtig, nur so können wir uns auch weiterentwickeln und aus Fehlern lernen. Aber Erfahrungen helfen uns auch dabei Naivität abzulegen. Indem wir neue Menschen, Orte, Nahrungsmittel, Kulturen kennenlernen, erweitern wir nicht nur unser Wissen, sondern können Menschen und Situationen aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachten.

Hier haben wir noch drei Beispiele, die wir Ihnen mit an die Hand geben möchten, wie Sie einige Erfahrungen sammeln und so Ihre Augen für die Welt öffnen können.

Raus aus der Komfortzone:

Sie machen seit Jahren immer das gleiche? Wie wäre es denn die Richtung Ihrer Segel plötzlich zu ändern? Geben Sie sich nicht mit dem normalen zufrieden, nur weil Sie es so gewohnt sind, es bequem ist und es nicht anders kennen. Nehmen Sie die Herausforderung an und entdecken Sie ganz neue Seiten an sich, vielleicht verbergen sich versteckte Talente in Ihnen, von denen Sie bisher noch nichts wussten. Beleben Sie Ihr Leben neu und brechen Sie raus aus Ihrer Komfortzone.

Reisen Sie mehr:

Einmal um die Welt, bitte oder einfach mal in das nächste Bundesland? Beim Reisen können Sie die unterschiedlichsten Erfahrungen machen und verschiedene Menschen und Menschentypen kennenlernen. Wenn Sie Ihre Selbstsicherheit und Unabhängigkeit steigern möchten, kann eine Reise alleine eine schöne Herausforderung sein. Egal ob alleine oder zu zweit, eine Reise ist immer eine tolle und ereignisreiche Sache.

Arbeiten Sie ehrenamtlich:

Nicht nur das Aufbauen von Kontakten mit anderen Personen kann Ihnen eine andere Sicht auf das Leben geben, sondern auch wenn Sie anderen in Not helfen. Auch hier können Sie neue Eigenschaften an sich entdecken. Sind Sie vielleicht doch geselliger als bisher vermutet, haben Sie immer einen genialen Tipp auf Lager wenn Sie jemand um Rat fragt oder sind Sie sogar ein echter Entertainer, der älteren Menschen oder Kindern an dunklen Tagen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Wer weiß, vielleicht finden Sie so nicht nur Ihren Beruf sondern Ihre Berufung.

Fazit

Entdecken Sie sich neu und sammeln Sie Ihre ganz eigenen Erfahrungen.

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