Sympathisch wirken #19
12 Tipps für mehr Sympathie

Wir alle kennen sie: die Menschen, die einem auf Anhieb sympathisch sind! Oft können wir es gar nicht richtig begründen, warum ein Mensch sympathisch ist. Wir fühlen uns in der Gegenwart dieser Menschen einfach wohl, hören ihnen gerne zu und genießen es, Zeit mit ihnen zu verbringen. Selber von anderen als sympathisch wahrgenommen zu werden, bringt nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Leben einen großen Vorteil mit sich. Doch wie genau wirkt man eigentlich sympathisch? Was ist das Gegenteil von Sympathie und wie schafft man es, sympathischer zu werden? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Beitrag.

Sympathisch wirken: Definition und Bedeutung

Unter Sympathie versteht man im Grunde genommen ein positives Gefühl, das man mit einer anderen Person verbindet. Wir empfinden also ein gewisses Interesse oder eine Zuneigung zu dem jeweiligen Menschen und fühlen uns in seiner Gegenwart wohl. Die Gründe für dieses Sympathieempfinden können dabei unterschiedlicher Natur sein. Hier spielen beispielsweise die Freundlichkeit der Person, ein angenehmer Umgang, attraktives Aussehen, Intelligenz, Humor, Körpergeruch oder ähnliche Gedanken und Interessen eine zentrale Rolle.

Psychologen sprechen hier auch von einer „harmonischen Resonanz“, womit ein Gefühl von Verbundenheit und Vertrautheit gemeint ist. Sicherlich kennen Sie es von sich selber: Hat ein anderer Mensch zu einem bestimmten Thema die gleiche Meinung wie Sie, dann ist er Ihnen oft „auf Anhieb sympathisch.“

Sympathie kann jedoch auch lediglich aus angenehmen Eigenschaften der Person entstehen, beispielsweise dadurch, dass die Person einfach sehr nett, charmant oder liebenswert ist. Wer sympathisch ist, der ist in der Regel auch beliebter als andere, weshalb sympathische Menschen leichter Freunde, Partner und nicht zuletzt auch Jobangebote finden. Damit haben sympathische Menschen einen großen Vorteil gegenüber anderen. Unfair ist dies jedoch nicht, denn das Schöne ist: Sympathie kann jeder lernen.

Wann ist jemand sympathisch?

Sympathisch wirken Menschen vor allem dann, wenn sie uns selber sehr ähnlich sind. Dies bezieht sich jedoch nicht nur auf die bereits genannte Meinung zu bestimmten Themen. Auch andere Gemeinsamkeiten wie Persönlichkeitsmerkmale, Eigenschaften, Verhaltensweisen und Attitüden lassen einen Menschen sympathischer wirken.

Körperliche Merkmale sind dabei weniger stark vertreten, können aber auch eine Rolle spielen. Sympathisch sind uns Menschen also vor allem dann, wenn wir uns mit ihnen identifizieren können. Somit stellt die Sympathie auch immer ein Spiegel unserer Selbstakzeptanz dar. Eigenschaften, die wir an uns selbst mögen, reizen uns auch an anderen Menschen. Nicht zuletzt wirkt sich auch die Zuneigung des jeweils anderen auf das eigene Sympathieempfinden aus. Das bedeutet, dass wir Menschen, die uns selbst sympathisch finden, automatisch ebenfalls sympathischer finden. Psychologen und Forscher verwenden hier auch den Begriff „soziale Homophilie“ oder „Akzeptanzresonanz“.

Sympathie erkennen: 3 sympathische Stufen

Sympathie lässt sich an drei verschiedenen Verhaltensweisen messen, die mit zunehmender Synchronizität einhergehen. Diese drei Stufen sind: Matching, Racing und Rapport.

Matching:

Bei der ersten Stufe analysieren wir die Körpersprache des jeweils anderen. Sofern uns die Person sympathisch erscheint, werden kleine unauffällige Mikrogesten wie beispielsweise das Lächeln oder das Übereinanderschlagen der Beine bis zu 50 % reflektiert.

Pacing:

Bei der zweiten Stufe werden nicht nur Gestik und Mimik, sondern auch die Sprache und die Wortwahl zunehmend angepasst. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein bewusstes Nachmachen, sondern um eine unbewusste Synchronisation der Körpersprache, welche auf dieser Stufe bis zu 80 % identisch ist.

Rapport:

Bei der dritten Stufe herrscht schon fast mehr als nur Sympathie. Ein gutes Beispiel hierfür sind Verliebte, da sie ihre Körpersprache nahezu vollständig synchronisieren. Das bedeutet, dass sie jedes Mal auf ihren Partner Bezug nehmen, wodurch eine sichtbare Harmonie entsteht.

Bei dieser Synchronisation handelt es sich um einen psychologischen Effekt, der manchmal auch manipulativ eingesetzt wird. Dies gilt sowohl beim Flirten als auch bei geschäftlichen Verhandlungen. Durch das Synchronisieren der Körpersprache des Gegenübers wird das Maß an Sympathie und Vertrauen gesteigert. Dies gilt natürlich nur dann, wenn derjenige es möglichst unauffällig und in der richtigen Dosis einsetzt, sodass es dem Gegenüber zwar nicht bewusst auffällt, es aber zum Unterbewusstsein durchdringt.

Das Gegenteil von Sympathie

Das Gegenteil von Sympathie ist im Prinzip nichts anderes als Abneigung, bzw. Antipathie. Genau so, wie wir Menschen auf Anhieb sympathisch finden können, so können wir andere schon beim ersten Kennenlernen nicht ausstehen. Des Weiteren kann Antipathie genauso wie Sympathie verschiedene Ursachen haben. Welche das sind, wird in der folgenden Auflistung kurz erläutert.

Physische Merkmale

Zum einen kann die Abneigung auf rein physischen Merkmalen beruhen. Das bedeutet, dass wir eine Person aus unserer subjektiven Sicht beispielsweise nicht attraktiv finden, nicht riechen können oder dass ihre Stimme unangenehm ist.

Eifersucht und Missgunst

Auch Eifersucht kann ein Grund dafür sein, dass wir Menschen unsympathisch finden. Hat eine Person das, was wir gerne hätten, wird diese dafür oft mit Ablehnung oder Missgunst bestraft. Dabei spielen natürlich persönliche Eigenschaften und Weltansichten eine zentrale Rolle.

Erfahrungen und Erinnerungen

Manche Menschen sind uns schlichtweg unsympathisch, weil sie uns an negative Erfahrungen oder schlimme Ereignisse erinnern. Ähnelt eine Person, die wir kennenlernen, beispielsweise einer toxischen Person aus unserer Vergangenheit, dann ist diese uns auf Anhieb unsympathisch.

Ablehnung der eigenen Person

Genauso wie uns Menschen, denen wir sympathisch sind, automatisch auch selbst sympathischer sind, sind uns Menschen, die uns ein ungutes Gefühl geben, ebenfalls unsympathischer. Vermittelt uns eine Person also z.B. nicht wertvoll oder weniger beliebt zu sein, dann mögen wir diese Person automatisch weniger. Gleiches gilt auch für Eigenschaften, die wir an uns selbst nicht mögen. Wenn andere Personen Merkmale aufweisen, die wir selber haben, aber nicht leiden können, dann sind uns diese Menschen weniger sympathisch.

Wie Sie vielleicht bereits erkannt haben, hängt es vor allem von uns selber ab, ob wir eine Person sympathisch finden oder nicht. Es kommt also ganz darauf an, welche Erfahrungen wir gemacht haben, welche Vorurteile und Projektionen in uns schlummern und wie es um unsere Selbstliebe und unser Selbstbewusstsein steht. Damit lässt sich auch erklären, warum eine Person dem einen super sympathisch, einem anderen dagegen absolut unsympathisch erscheinen kann.

Sympathischer werden: 7 Tipps für mehr Sympathie

Viele Menschen, die von anderen als sympathisch empfunden werden, sind sich über ihre Sympathie erzeugenden Verhaltensweisen und Eigenschaften gar nicht bewusst. Sie strengen sich also nicht an, um sympathischer zu wirken – es wurde ihnen quasi in die Wiege gelegt. Das Gute ist jedoch, dass Wissenschaftler die Eigenschaften, welche sympathische Menschen ausmachen, identifizieren konnten und diese Eigenschaften durchaus erlernbar sind. Das bedeutet, dass jeder Mensch seine eigene Sympathie und Ausstrahlung verbessern kann. Im Folgenden erhalten Sie sieben Tipps, mit denen auch Sie sympathischer werden und ihr Gegenüber beeindrucken können.

Interesse zeigen

Sympathischer sein ist einfacher als Sie denken. Menschen lieben es, wenn andere Menschen sich für sie interessieren. Das bedeutet, dass Sie sich gar nicht überlegen müssen, welche spannenden Geschichten Sie erzählen könnten, um sympathischer zu wirken. Viel besser ist es, den anderen erzählen zu lassen und selber viele Fragen zu stellen. 

Sympathie aussprechen und ehrlich sein

Des Weiteren punkten sie immer, wenn Sie Ihrem Gegenüber ein Kompliment machen. Wichtig ist jedoch, dass Sie dieses stets ehrlich meinen und nicht manipulativ einsetzen. Gleiches gilt auch bei dem ersten Tipp: Stellen Sie Ihrem Gegenüber gerne so viele Fragen wie möglich, aber nur solche, die Sie wirklich interessieren.

Blickkontakt halten

Darüber hinaus können Sie versuchen, häufiger Blickkontakt zu halten. Auch dies sollte wohl dosiert eingesetzt werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Den anderen mit Namen ansprechen

Wussten Sie, dass das Wort, dass alle Menschen am liebsten hören, der eigene Name ist? Versuchen Sie Ihr Gegenüber deshalb regelmäßig mit Namen anzusprechen. Dies sorgt im wahrsten Sinne des Wortes dafür, dass sich der andere „von Ihnen angesprochen fühlt“ und erzeugt somit Sympathie.

Um Rat fragen

Des Weiteren fühlen sich Menschen wertgeschätzt und wissend, wenn sie von anderen um Rat gefragt werden. Holen Sie sich deshalb gerne öfter mal die Meinung eines anderen ein und hören Sie zu.

Positive Ausstrahlung

Ferner punkten Sie mit einer positiven Ausstrahlung. Wer gute Laune hat, öfters lächelt und einen freudigen und lebensfrohen Eindruck macht, der wirkt auf andere meistens sympathischer als jemand, der immer nur jammert und sich beschwert.

Geheimnisvoll bleiben

Nicht zuletzt sollten Sie bei aller Offenheit immer ein wenig geheimnisvoll bleiben. Dies gilt vor allem beim Flirten, doch auch beim Kennenlernen von potentiellen Freunden oder neuen Kollegen. Wer zumindest in manchen Bereichen ein kleines Mysterium bleibt, der bleibt anderen im Gedächtnis. Dies führt ganz automatisch dazu, dass Sie interessanter wirken und andere mehr Zeit mit Ihnen verbringen möchten.

Auch wenn Sie nun alle Tipps beherzigen, nicht auf jeden Menschen können Sie sympathisch wirken. Was Personen anziehend und sympathisch finden, ist unterschiedlich. Bleiben Sie sich daher vor allem selbst treu. Wer aufhört, sich für andere zu verbiegen, gewinnt innere Freiheit und geistige Unabhängigkeit.

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